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Abenteuer
Gärtnerei - Toben erlaubt
Jaaaa! Wir wollen wieder kommen.
Leuchtende Kinderaugen waren der Lohn für eine Gemeinschaftsaktion,
bei der sich heute (12.9.) fünf Gartenbaubetriebe aus Münster
zusammen präsentiert haben. In einer Gemeinschaftsaktion haben
sie Kinder aus den örtlichen Grundschulen geladen und ihnen ihm
"Erlebnisdorf-Gartenbau" einen ganz besonderen Tag rund um
den Umgang mit der Natur beschert.
"Die Kinder sind begeistert und wir sind beeindruckt von dem außergewöhnlichen
Engagement der Betriebe", so die Lehrerschaft, die ihren Schützlingen
bei einigen abwechslungsreichen und spannenden Schulstunden zusah.
Mit Ideenreichtum, Engagement und vor allem Herz - so präsentierte
sich dieser Tag für die Kinder. Riechen, schmecken, fühlen,
säen, topfen, puzzle-pflastern, auf Bäume klettern oder auch
gesund essen.
Auf dem Hubsteiger in den Himmel, auf Bäume klettern und Gummibärchen
"ernten", an der Topfmaschine topfen oder Früchte und
Gemüse zuordnen. Es gab viel zu sehen, viel zu tun und auch viel
zu lernen.
"Wir möchten wieder das Bewusstsein für die Umwelt schärfen
und das Berufsfeld des Gärtners in der Öffentlichkeit besser
bekannt machen", erklärte Martin Dahlmann, der seinen Betrieb
für diesen Aktionstag zur Verfügung gestellt hatte. So haben
sich die Landesverbände Gartenbau Rheinland und Westfalen-Lippe
zusammen getan, um jährlich eine Gärtnerei einer bestimmten
Sparte den Kindern und Eltern vorzustellen. Dies unter dem übergeordneten
Titel : Tage der Kinder-Gärtnerei.
In diesem Jahr war Ort des Geschehens die Premium- Gärtnerei Dahlmann
in Münster-Hiltrup. Und hier wurden fünf der sieben Fachsparten
des Gartenbaus den Kindern spielerisch näher gebracht: So stellte
die Firma Eschweiler verschiedene Baumarten vor, mit dem Garten- und
Landschaftsbaubetrieb Wilmers aus Rinkerode ging es auf die Bäume
gleich in den kleinen Wald hinter der Gärtnerei Dahlmann, während
der GaLaBau-Betrieb Daldrup aus Roxel die Kinder zum Pflastern animierte.
Ihr eigenes Bild von der Grab-Bepflanzung konnten sich die Kinder nach
Anleitung der Friedhofsgärtnerei Böttcher aus Lauheide machen.
Bei Dahlmann selbst durften die "kleinen Gärtner" an
der Topfmaschine stehen und anschließend ihr eigenes Pflänzchen
mit nach Hause nehmen.
Nach soviel Aktion war natürlich auch der Hunger nicht weit. Dafür
hatte der Bio-Gemüsebau-Betrieb Schleppinghoff aus Freckenhorst
einiges zu bieten. Und auch hier konnten die Kinder viel über gesundes
essen lernen und nach Herzenslust probieren.
Vormittags luden die beiden dritten Klassen der Gottfried-von-Cappenberg-Grundschule
(Münster) sowie der Marienschule (Hiltrup) mit Moderator Andreas
Löbbecke zu einem Pressegespräch ein. Als Gast begrüßten
die Kinder den Präsidenten des Zentralverbandes Gartenbau Berlin,
Heinz Herker, der gleichzeitig Präsident des Landesverband Gartenbau
Westfalen-Lippe e.V. ist. Die Frage der Kinder an ihn: Warum bist Du
eigentlich Gärtner geworden?
Der Nachmittag stand dann allen Besuchern offen, die sich ein Bild
des Gartenbaus und der ausstellenden Betriebe machen wollten.
Alles in allem eine überaus gelungene Aktion, die den Kindern
sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und auf die Frage,
ob es ihnen gefalle habe, kam die einstimmige Antwort: Wir kommen nächstes
Jahr wieder!!
Echo Münster
Experimentieren erlaubt: Kinder für Gartenbau begeistern
Franziska, Greta und Jonah sind stolz auf ihr Werk. Die Blumen für
das kleine Grab durften sie selber aussuchen. Auch das Holzkreuz haben
sie nach ihren Vorstellungen bemalt und schließlich Steine mit
ihren Namen in die Erde gedrückt. Experimentieren ist an diesem
"Tag der Kinder-Gärtnerei" schließlich ausdrücklich
erlaubt.
Etwa 70 Grundschüler aus Münster hatten die Landesgartenbauverbände
Rheinland und Westfalen-Lippe eingeladen, sich mit dem Berufsbild des
Gärtners zu befassen, Natur und eigene Kreativität zu erleben.
Martin Dahlmann, der zu diesem Zweck seinen Gartenbaubetrieb in Münster
in ein "Mitmach-Dorf" umgewandelt hatte, meinte dazu: "In
unserer Konsumgesellschaft gehen leider das Wissen und die Nähe
zur Natur verloren." Der "Tag der Kinder-Gärtnerei",
der vom 15. bis 27. September zum sechsten Mal landesweit begangen wird,
sei ein willkommener Anlass, dem entgegenzuwirken.
Spannendes gab es zu lernen und auszuprobieren: Welche Frucht wächst
an welchem Baum oder Strauch? Warum ist ein Rettich scharf?
Einblick geben und zupacken lassen
So hatten sich ein Friedhofsgärtner, eine Baumschule, ein Garten-
und Landschaftsbaubetrieb sowie ein Gemüsebauer bereiterklärt,
den Jungen und Mädchen einen Blick in ihre Arbeitswelt zu gewähren
und sie auch ordentlich mit anpacken zu lassen. Die Dahlmannsche Topfmaschine
hatte es den Schülern am meisten angetan. Unter den Augen von Heinz
Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau Berlin, galt es
hier, am Fließband einen Blumentopf mit Erde und einer kleinen
Primel zu versehen.
Christopher Kahle, Auszubildender bei Blumen Dahlmann in Münster,
überwacht die Arbeit der kleinen Gärtner an der Topfmaschine.
Klettergarten und Kastanien
Weiterer Höhepunkt war der Klettergarten von Hans-Georg Wilmers,
Baumpfleger aus Drensteinfurt-Rinkerode. Bei Jutta Vogt von der Baumschule
Eschweiler aus Rinkerode sollten die jungen Gärtner Stachelbeeren
und Kastanien entsprechenden Mutterpflanzen zuordnen.
Beim Gemüsebauern Schulze Schleppinghoff aus Freckenhorst trieb
es Leonard schließlich die Tränen in die Augen: "Ich
hab in einen Rettich gebissen. Das war vielleicht scharf." - "Im
Sachunterricht werden die Kinder mit Gemüse oder gesunder Ernährung
oft nur theoretisch konfrontiert", meinte Maike Farwick, Lehrerin
der Marienschule. "Hier erleben sie Natur live und können
dabei sogar kreativ sein."
Gartenbau hat viele Facetten
"Der Gartenbau hat zahlreiche Facetten", fasste Martin Dahlmann
zusammen. So habe man in diesem Jahr entschieden, nicht nur eine einzelne
Sparte, sondern eine ganze Palette von Einzelhandelsgärtnern zu
präsentieren. Er appellierte grundsätzlich an seine Kollegen,
im Bereich Bildung für Kinder mehr zu unternehmen.
Andrea Kutzendörfer
WITTEN
Der Lehrer war diesmal der Gärtner
Wer hat hier den grünen Daumen? Die Klasse 4a der Harkort-Grundschule
Stockum informierte sich in der Gärtnerei Böttcher Wie topft
man eine Pflanze um? Was ist beim Pikieren zu beachten? Und wie steckt
man einen Samen richtig in die Erde? Um diese Fragen zu klären,
wurde gestern die Klasse 4a der Stockumer Harkortschule in den Gärtnereibetrieb
Böttcher eingeladen.
Im Gewächshaus sind auf einer großen Tischfläche allerlei
Pflanzen aufgestellt: Bonsai-Bäumchen, Alpenveilchen und kleine
Kastanien sind die Versuchsobjekte der Kleingärtner. Die Schüler
dürfen Fragen stellen und Gelerntes praktisch anwenden. Die bundesweite
Aktionswoche der Kinder-"Gärtnerei" ist eine Aktion des
Landesverbands für Gartenbau und findet jährlich statt - diesmal
bereits zum fünften Mal. "Besonders gut gefällt mir,
dass wir vieles, was wir gezeigt bekommen, selbst ausprobieren dürfen",
sagt der 9-jährige Tom Rosendahl.
Gabelstapler fahren und Stiefmütterchen eintopfen
Kinder aus dem Beckhausener Liebfrauenkindergarten erkunden Gartenbaubetrieb
zum Tag der Kindergärtnerei
Einmal richtig in der Erde wühlen, Pflanzen anfassen und verschiedene
Blüten erkunden - Wer einen eigenen Garten hat, kennt das zur Genüge.
Zum Tag der Kindergärtnerei waren gestern 16 Kinder aus dem katholischen
Liebfrauenkindergarten in Beckhausen zu Gast im Blumenpavillon Hullmann,
um die Natur zu erkunden und sich mit Gärtnerei auseinandersetzen.
Dabei vermittelte das Programm alles, was man im eigenen Grün veranstalten
kann. So durften die Drei- bis Sechsjährigen nach Herzenlust in
Blumenerde wühlen, Keramiktöpfe füllen und Stiefmütterchen
einpflanzen.
Ein besonders großes Hallo gab es allerdings, als die kindlichen
Gärtner einmal auf dem firmeneigenen Gabelstapler ein paar Runden
übers Gelände drehen konnten.
Hintergrund der Lehrveranstaltung war gestern der bundesweite "Tag
der Kindergärtnerei". Im vergangenen Jahr hatten insgesamt
300 Betriebe in 13 Bundesländern daran teilgenommen, um den Kindern
einen Einblick in den Gartenbau zu vermitteln.
"Umwelterziehung fängt schon direkt vor der Haustür an",
sagt Christa Hullmann-Erlinghagen vom Blumenpavillon Hullmann. "Und
neben nahegelegenen Wäldern bietet sich natürlich der eigene
Garten hinter dem Haus an, ein Gefühl für Wertschätzung
der Natur und Sensibilität für ihre Gefährdung zu entwickeln."
Um sich an den Tag zu erinnern, durften die Kinder am Ende die von ihnen
eingetopften Blumen mit nach Hause nehmen und eine große Blütencollage
im Kindergarten aufhängen.
27.09.2006 WAZ, Von Sebastian Konopka
KEINE ANGST VOR SCHMUTZIGEN FINGERN
Tage der Kindergärtnerei
Sechtemer Kinder dürfen bei einem Baumschul-Besuch selbst Stiefmütterchen
eintopfen und staunen über "Baby-Fichten", Bewässerungssysteme
sowie Ventilatoren
Die vierjährige Enya Laxy lässt sich durch nichts von ihrer
Arbeit ablenken: Hochkonzentriert nimmt sie eine Hand voll Erde, füllt
sie in einen kleinen Topf. Dann mit dem Finger ein Loch hineingebohrt,
vorsichtig ein jungen Pflänzchen, ein Stiefmütterchen, hineingesteckt,
zuletzt die Erde um die Wurzeln festgedrückt. "Fertig",
erklärt sie und schaut stolz drein: Noch nie in ihrem Leben hat
sie etwas eingetopft.
"Viele Kinder haben einfach nichts mit Blumen zu tun und dürfen
daheim die Zimmerpflanzen nicht einmal anfassen", weiß Erzieherin
Elfi Schmidt-Pelger, "deswegen fehlt ihnen jede Beziehung dazu."
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen gab die Kindergärtnerin des städtischen
Kindergartens an der Sechtemer Brachstraße ihren Kleinen die Gelegenheit,
dies nachzuholen.
Christoph Hau hatte in seine Walberberger Baumschule eingeladen. Der
34-jährige beteiligt sich an den "Tagen der Kindergärtnerei",
einer Aktikon des Gartenbau-Landesverbandes Rheinland: Jeden Tag der
Woche kommen zwei Kindergartengruppen vorbei, um sich den Betrieb zeigen
zu lassen. "Das Interesse ist riesig", berichtet Hau, der
mehreren Kindergärten absagen musste. "Ich könnte drei
Wochen am Stück Gruppen empfangen, aber ich muss hier auch noch
einen Betrieb am Laufen halten.
Die 28 Kinder aus Sechtem jedenfalls nahmen die Einladung dankbar an
und bewunderten unter anderem "Baby-Fichten": Christbäume
ohne Schmuck", die kleiner sind als sie selbst, wie die vierjährige
Yvonne Ostermann berichtet. Joey Czielsa (3) faszinierten eher die Traktoren
und Lkws, während Luca Polito (6) über Bewässerungssysteme
mit Schläuchen und Wasserdüsen staunte. Im Gewächshaus
hatten die Blumen Ventilatoren, die alles kalt machen, erinnerte sich
Tom Hill (6) nach der Führung an komfortable Wachstumsbedingungen
der Pflanzen.
"Das war für die Kinder alles sehr ansprechend", dankte
Erzieherin Schmidt dem Gastgeber Christoph Hau. Dieser gab zu, nicht
nur eigennützig eingeladen zu haben, sondern mit viel Weitblick
in die Zukunft. "Allgemein suchen Gärtner dringend nach Nachwuchs,
denn viele wollen sich nicht mehr die Finger schmutzig machen",
so Hau über den Mangel an Auszubildenden. Ob die jungen Teilnehmer
der Besichtigung in einigen Jahren den Gärtnerberuf ergreifen werden,
steht noch in den Sternen. Eines dürfte jedoch feststehen: In Sechtem
wird die Liste der Bewerber für das Blumengießen im Kindergarten
jetzt länger geworden sein.
Bonner Generalanzeiger vom 29. September 2006, Lokales
2005
Martinusschüler gingen bei Gartenbau Steins in die "Pflanzenschule"
Vom 05.10.2005
enn. GONSENHEIM - "Das ist Zitronenmelisse!" rufen die Dritt-
und Viertklässler der Martinus-Schule, als Michael Stein vom Gartenbau
Steins die grüne Pflanze mit rundlichen, geriffelten Blättern
hochhält. Nicht jeder Erwachsener hätte auf Anhieb das Kraut
erraten, jedoch bei der Kindergärtnerei werden die Kinder rund
um den Gartenbau fit gemacht.
Die Kindergärtnerei ist ein bundesweites Projekt, bei dem Gärtnereien
aufgefordert worden sind, Kindergärten und Grundschule zu sich
einzuladen und ihnen die Arbeit und die Pflanzen in einer Gärtnerei
näher zu bringen.
"Die Kinder von der Martinus-Schule wollen Profis zum Thema Pflanzen
werden und wissen jetzt schon ziemlich viel. Alle nehmen an der Garten
AG an der Grundschule teil", erzählt Petra Stein vom Gartenbau
Steins in Gonsenheim. Zwölf Kinder aus der dritten und vierten
Klasse besuchten zusammen mit ihrer Lehrerin Waltraud Schuhmacher den
Gartenbau Steins.
"In diesem Umfang machen wir die Kindergärtnerei zum ersten
Mal. Bisher haben wir so etwas nur auf Anfrage veranstaltet. Eine ganze
Woche lang bis zu 27 Kinder im Betrieb zu haben, ist anstrengend aber
auch toll", berichtet Michael Stein.
Der Tag in der Gärtnerei beginnt für die Kinder mit ein wenig
Theorie über die Bedürfnisse einer Pflanze. "Es ist lustig,
dass die Pflanzen geföhnt werden. Ein Gewächshaus ist schon
klasse," erzählt die zehnjährige Melina. Langweilig wurde
es den Kindern nicht, denn Michael Stein, Gartenbaumeister und Besitzer
des Betriebs, stellte immer wieder Fragen und schmückte die Antworten
mit Vorführungen der verschiedenen Geräte und Vorgänge
in dem Gewächshaus aus.
Nach der Einführung ging es in zwei Gruppen geteilt an die Praxis.
"Vor allem freu ich mich schon auf das Pflanzen", sagt der
achtjährige Christopher. Jedes Kind durfte sich in einer Holzkiste
einen Gewürzkräutergarten pflanzen. Kresse, Zitronenmelisse,
Sauerampfer und Ruccola mussten vorsichtig in die Erde gebracht werden.
"Viele der Kräuter kannte ich noch gar nicht. Es ist deshalb
auch toll, dass wir unseren selbstgepflanzten Kräutergarten mit
nach Hause nehmen dürfen," erzählt der neunjährige
Victor.
Während die eine Gruppe pflanzte, durfte die andere Gruppe ihre
Sinne testen. Riechen, Sehen, Schmecken und Fühlen wurden anhand
von Kräutern und Früchten erprobt. Die Schokoladenblume, welche
mit ihrer dunkelroten Blume eher unscheinbar wirkt aber intensiv nach
Schokolade duftet, war dabei nur ein Hindernis.
WAZ Bochum
Viele kleine Kindergärtner
Nach Lust und Laune mit beiden Händen in der Erde wühlen
- da hüpft das Kinderherz. Warum das braun-krümelige Element
allerdings nicht nur dem Spaß dient, sondern für Pflanzen
lebensnotwendig ist, erfuhren gestern 112 Kinder der Hufeland-Schule
auf dem Blumenhof Herker. Die Jungen und Mädchen der ersten und
zweiten Klasse durften sich in der Nachbereitung des Schulprojektes
"Grün für Kids" kleine Silberblatt-Pflanzen eintopfen
und sogar mit nach Hause nehmen. "In Querenburg haben die Kinder
kaum Kontakt zur Natur, da gibt es fast nur Hochhäuser", schildert
die Lehrerin Sabine Schotte. Mit dem Projekt sollen die Schüler
darum für die Flora und Fauna sensibilisiert werden. Aus diesem
Grund wurden auf dem Schulhof unter anderem thematische Spielstationen
errichtet, Blumentöpfe gebastelt und Kresse gesät. Der Pflanzenhandel
Herker stellte sich als Sponsor zur Verfügung und begleitete das
Unterfangen. Katja Gutzey (5) weiß nach dem Projekt auch, dass
alle Pflanzen Wurzeln entwickeln: Da wachsen denen so kleine weiße
Würmchen, die Keime". Unbestrittene Stars des Kinder-Gärtnerns
waren aber nicht die Blumen, sondern die Streichelzootiere "Manfred"
und "Lisa".
Zwerge, die ausziehen, das Gärtnern zu lernen
Tage der "Kinder-Gärtnerei" bei Stauden Junge/ Sieben
Hamelner Kindergartengruppen nehmen teil
Hameln. Das Tollste in der Gärtnerei sind die Fische. Finden zumindest
einige der Gartenzwerge, die zuvor rund zwei Stunden lang in den Gewächshäusern
von "Stauden Junge" durch Erde gewühlt, Pflanzen geteilt
oder Samen gesät haben. Gartenzwerge? Na ja - sie sind klein und
lernen gerade die grüne Welt aus Blüten und Blättern
näher kennen: Die Kinder, die bei den Tagen der Kinder-Gärtnerei
mitmachen. Dieses Mal sind es zwölf Süntelzwerge aus Holtensen,
die Familie Großmann im Unterrichtsraum "Gewächshaus"
an der Fischbecker Landstraße empfängt. Der Haufen brauner
Erde auf der Arbeitsfläche spricht offensichtlich ganz automatisch
das Grab- und Wühl-Gen der Fünfjährigen an: Finger rein
und los. Gleichzeitig dem zuhören, was Staudengärtner Matthias
Großmann übers Pflanzenteilen, stutzen und schneiden erzählt,
ist nicht ganz einfach, doch er und seine Frau Susanne wiederholen es
gern und zeigen den Kindern dann, was sie mit den kleinen schwarzen
Plastiktöpfen anfangen sollen. Erst einmal mit Erde füllen
- "noch ein bisschen mehr, Nochmehr, bis zum Rand.." - dann
mit einem Stab ein Loch hineinbohren, zum Schluss die noch kleine "Fette
Henne", eine Staudenpflanze, hineinsetzen. Auch auf dem Stundenplan
eine Aufgabe mit Anwachsgarantie: Kresse säen.
Kresse kennen die meisten vom Frühstücksbrot, ansonsten ist
der Kenntnisstand über Natur und Pflanzen bei den Kindern unterschiedlich
stark ausgeprägt. Michelle (5) hilft manchmal im Garten und auch
Jasper (5) hat "schon mal gegossen", sagt er, aber Susanne
Großmann schätzt die Verteilung von Wissen und Nichtwissen
auf "Halbe Halbe". Auf der einen Seite sei es erstaunlich,
was die Kinder schon alles wissen, pflichtet ihr Mann ihr bei - zum
Beispiel, dass Samen bei der Vermehrung von Pflanzen eine Rolle spielen.
"Viele Kindergärten machen ja auch selbst einiges in diesem
Bereich", sagt Großmann. Mit dem Pflanzen von Stecklingen
andererseits, betreten aber fast alle Kinder Neuland. Insgesamt sieben
Kindergartengruppen aus Hameln und umliegenden Gemeinden haben in dieser
Woche eine feste Verabredung mit "Stauden Junge". "Wir
mussten sogar einige aufs nächste Jahr vertrösten", spricht
Seniorchef Großmann von der großen Resonanz auf die Einladung
zu den "Tagen der Kindergärtnerei", die von den Landesgartenbauverbänden
initiiert wurde und bundesweit zeitgleich stattfinden.
Pflanzen müssen auch essen
Das Ziel, auch der dritten Aktion dieser Art , an der sich "Stauden
Junge" aber zum ersten Mal beteiligt: "Die Kinder sollen wieder
Kontakt mit der Erde haben". Einige hätten jeglichen Bezug
zur Natur verloren. Ihn herzustellen oder zumindest ein erstes Interesse
zu wecken, geschieht kindgerecht. Da heißt es dann, leicht nachvollziehbar,
dass Pflanzen ebenso wie die Kinder "essen und trinken müssen".
Begeistert sind die Jungen und Mädchen vom Geruch der eigenen Finger,
nachdem sie über Zitronenmelisse oder Pfefferminzblätter gestrichen
haben, und sie werden, zurück im Kindergarten, beobachten können,
wie die Pflänzchen, die sie an diesem Tag setzen, wachsen werden
- wie sie selbst. Zum Ende des Anschauungsunterrichtes geht es an die
Teiche, in denen Wasserpflanzen gedeihen und es von Fischen, Molchen,
Schnecken, Muscheln wimmelt - das alles bewegt sich und ist daher für
viele Kinder doch spannender als die starren Blumen.
Die eigenen Enkel hätten Großmann dazu motiviert, die zusätzliche
Arbeit der Lehrwoche anzunehmen. Ausschließlich altruistisch und
von dem Ideal geprägt, Kinder und Pflanzen einander näher
zu bringen, ist das Unterfangen aber nicht, gibt er zu. "Natürlich
möchten wir auch die Eltern hinterher gerne in unserer Gärtnerei
begrüßen", sagt Hans Großmann offen über
die Absicht zur Kundenbindung. Und wenn die Liebe zu Blumen früh
gesät wird, werden auch aus den kleinen - ja irgendwann mal große
Gartenzwerge.
Riechen, schmecken, fühlen
Witten. Was macht eigentlich ein Gärtner? Wie wird man Florist?
Oder ganz anders: Wie sorge ich dafür, dass Pflanzen wachsen und
prächtig blühen? Diese Fragen beantworteten am 28. September
Gärtnermeister Ottfried Böttcher und sein Team neugierigen
Viertklässlern der Harkortschule.
Die Gärtnerei in der Holzkampstraße beteiligte sich mit viel
Engagement an der bundesweiten Aktion der Gartenbaulandesverbände
"Tage der Kinder-Gärtnerei". "Wir möchten schon
den Kleinsten einen spielerischen Einblick in die grüne Branche
geben und ihnen zeigen, wie schön der Umgang mit Pflanzen ist",
erklärt Ottfried Böttcher. "Schließlich wissen
wir, dass Umwelterziehung in Kindergarten und Grundschule den Grundstein
für einen verantwortungsbewussten Umgang der Schüler mit Umwelt
und Natur legt. Diese Arbeit wollen wir unterstützen und den Gartenbaubetrieb
vor Ort als Lernort anbeiten". Nicht ganz uneigennützig möchte
der Florist aber auch schon den Jüngsten einen ersten Eindruck
seines facettenreichen Berufes vermitteln: "Wir sind schließlich
immer auf der Suche nach interessierten Auszubildenden und Fachkräften".
Begeistert waren die Mädchen und Jungen bei der Sache. Da wurden
Kressesamen ausgesät, in Erde gebuddelt, flammende Kätchen
umgetopft und den "Böttchers" eine Menge Löcher
in den Bauch gefragt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit durften natürlich
mit nach Hause genommen werden. Ihre Eindrücke werden die Jung-Gärtner
jetzt auch noch künstlerisch in einem selbst gemalten Bild ausleben.
Eine kleine, kompetente Jury wird die schönsten Exponate auswählen
und prämieren.
28.09.2005 / LOKALAUSGABE / CASTROP-RAUXEL
Kinder testen ihren grünen Daumen
Hinter die Kulissen eines Gartenbaubetriebes
können Kinder bei einer Aktionswoche des
Landesverbandes Gartenbau blicken. Der
Castroper Blumenhof ist eines der Fachunternehmen,
die seit Montag in die "Kinder-Gärtnerei"
einladen. Zum Auftakt begrüßte Betriebsleiter
und Gärtnermeister Günther Gregg (li.)
an der Herner Straße 210 die "Grüne Gruppe"
des Katholischen Kindergartens Heilig Kreuz.
Die Jungen und Mädchen pflanzten jeweils
zwei Töpfchen mit Rosmarin und säten Kresse
aus. Bis Ende der Woche erwartet der Blumenhof
zehn Kindergarten-Gruppen aus Herne und
Castrop-Rauxel mit insgesamt 150 Kindern.
28.09.2005 / LOKALAUSGABE / DATTELN
Ein Herz für Klein-Gärtner
In der Gärtnerei Hötting erleben junge
Besucher einen Parcours der Sinne
Spielerische Einblick in die grüne Branche.
Wie schmeckt ein Schnittlauchbrot?
Aber nur auf den ersten Blick: "Gärtnern,
das hat schon 'was mit allen Sinnen zu
tun", sagt Elke Hötting, in deren Betrieb
die Schülerinnen und Schüler mit Lehrerin
Maria Heining zu Gast waren. Der Landesverband
Gartenbau Westfalen-Lippe hat auch in diesem
Jahr wieder die "Tage der Kindergärtnerei"
ausgerufen, die Gärtnerei Hötting ist mit
dabei. "Wir möchten schon den Kleinsten
einen spielerischen Einblick in die grüne
Branche geben und ihnen zeigen, wie schön
der Umgang mit Blumen und Pflanzen ist",
sagt Heinz Herker, Präsident des Bundesverbandes
Einzelhandelsgärtner (BVE), Bonn, Ausrichter
der Aktionstage.
Über Geschmacks- und Tastsinn kommen die
Kinder zu den verschiedenen Pflanzen. Elke
Hötting nimmt sich über eine Stunde Zeit,
erklärt, erläutert, antwortet und geht
spielerisch auf die Kinder ein, die Blumentöpfe
bemalen und am Ende natürlich auch selbst
pflanzen dürfen: jeder erhält seinen Topf
mit Kresse. Ein Klassenexemplar kommt hinzu
und als Geschenk für die Schulfensterbank
fleischfressende Pflanzen.
150 Kindern hat Elke Hötting im vorigen
Jahr so die Begegnung mit der Natur möglich
gemacht. Damit es nicht zuviel wird, wurden
die Gruppen diesmal aufgeteilt: in dieser
Woche sind die Grundschulen dran, im Frühjahr
dann die Kindergärten.
Übrigens: in der Überraschungsbox war
Wasser.
28.09.2005 / LOKALAUSGABE / DATTELN
Nachwuchswerbung
Der Bundesverband der Einzelhandelsgärtner
hat zusammen mit dem Landesverband Gartenbau
Westfalen-Lippe die "Tage der Kindergärtnerei"
ins Leben gerufen. Zu Spiel, Spaß und zahlreichen
Informationen rund um den Gartenbau sind
Kinder aus Kindergärten und Grundschulen
eingeladen. Nicht ganz uneigennützig wollen
die teilnehmenden Gartenbaubetriebe so
gleichzeitig auch Nachwuchswerbung betreiben.
27.09.2005 / LOKALAUSGABE / DORSTEN
Pflanzen-Unterricht im "Kinder-Garten"
Die Gartenbaubetriebe Flora Park und Stauden
Forum West laden in der "Kinder-Gärtnerei"
zum Blick hinter die Kulissen. Der Landesverband
Gartenbau organisiert die Aktionswoche
vom 26. bis 30. September in ganz NRW.
Über 250 Kindergartenkinder aus Dorsten
und Umgebung nehmen in dieser Woche am
Garten-Unterricht teil. Spielerisch sollen
sie in den Umgang mit Pflanzen eingeführt
werden. Im Flora Park pflanzen die Drei-
bis Sechsjährigen des integrativen Kindergartens
Pusteblume eine Zwiebel ein. Wie die Zwiebel
wächst und blüht, können die Kinder später
beobachten. "Bei den Gewürzpflanzen können
die Kinder sogar riechen, schmecken und
fühlen", erklärt Tobias Hellerberg, Mitinhaber
des Flora Parks, "wir haben die verschiedenen
Pflanzaktionen je nach Alter und Können
der Kinder abgestimmt." juli
Pressestimmen 2004
22.09.2004 WAZ DATTELN
Gärtnern aus der Nähe über die Schulter gesehen
Pflanzen aus nächster Nähe studieren, etwas über das
Gärtnern wie Tipps und Kniffe zur
Aufzucht und Pflege erfahren, das können seit Montag die Kinder
aus unterschiedlichen
Einrichtungen in der Gärtnerei Hötting an der Amandusstraße.
Matthias Hötting und
Mitarbeiter beteiligen sich an den "Tagen der Kinder-Gärtnerei",
eine Aktion, die der
Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe ins Leben gerufen hat. Der Beruf
des Gärtners sei in der Bevölkerung nicht in allen Facetten
bekannt, hat der Berufsverband festgestellt,
der mit der Aktion veralteten Vorstellungen entgegenwirken und aktuelle
Informationen über Gärtner und Gärtnereien verbreiten
will. Der Einladung in die Gewächshäuser folgten bislang bzw.
werden noch folgen die Lohschule, Josefschule und Albert-Schweitzer-Schule
sowie die Kindergärten St. Amandus, St. Antonius und die Kita der
DRK.
21.09.2004 / AUS DEM WESTEN / MANTEL
Kinder-Gärtnerei-Tage in Mülheim eröffnet
Die "Tage der Kinder-Gärtnerei", die noch bis Freitag
in ganz NRW stattfinden, wurden am
Montag in der Mülheimer Gärtnerei Rumbaum von NRW-Umweltministerin
Bärbel Höhn eröffnet. Während der Aktionswoche,
die von den Landesverbänden Gartenbau Rheinland und Westfalen-Lippe
ausgerichtet wird, sollen Kinder Natur hautnah erleben können.
(WAZ) Aktionswoche will Kindern die Natur erklären
21.09.2004 / LOKALAUSGABE / MÜLHEIM
Aktionswoche will Kindern die Natur erklären
Riechen, schmecken, fühlen und sehen - mit allen Sinnen soll der
Nachwuchs noch bis
Freitag Natur hautnah erleben: Im Rahmen der "Tage der Kinder-Gärtnerei"
erwarten 120
Gartenbaubetriebe in ganz NRW rund 30 000 Kindergarten - und Grundschulkinder.
In der Selbecker Gärtnerei Rumbaum wurde die Aktionswoche gestern
von NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn eröffnet. Sie betonte,
wie wichtig es gerade für kleine Großstadtmenschen sei, an
die Natur herangeführt zu werden. "Viele Kinder waren noch
nie in ihrem Leben im Wald und denken wirklich, dass Spinat quadratisch
und tiefgefroren ist, und Kühe lila sind", zeichnete Höhn
ein dramatisches Bild. Vor
allem nach PISA sei es deshalb wichtig, Kindern Blumen, Bäume und
Co. nicht übers
Fernsehen zu präsentieren, sondern (be)greifbar zu machen. Dazu
müsse die
heimatliche Umgebung zum Lernort werden. Die Landesverbände Gartenbau
Rheinland und
Westfalen-Lippe - sie richten die "Tage der Kinder-Gärtnerei"
aus - wollen mit ihrer
Initiative freilich nicht nur ein pädagogisches Ziel erreichen.
Sie möchten auch
um Nachwuchs werben und die schönen Seiten des Gärtnerberufs
ansprechend darstellen. Zu diesem Zweck öffnen in den nächsten
Tagen NRW-weit zahlreiche Betriebe ihre Pforten. Sie erwarten tausende
neugieriger Kinder, mit denen es - wie zum Beispiel gestern im Mülheimer
Betrieb Rumbaum - ans Kürbis-Schnitzen oder Blumen-Pflanzen geht.
En passant sollen so junge Leute schon früh für die "Grünen
Berufe" begeistert werden: Der Gartenbau hat sieben Fachsparten
mit verschiedenen Aufgabenbereichen,
Ausbildungsgängen und Schwerpunkten, die auch für manchen
noch unentschlossenen
Schulabgänger interessant sein dürften.
tha
Im Gartenbaubetrieb Bollwerk viel gelernt
23.09.2004 / LOKALAUSGABE / EMMERICH
Zwölf ältere "Kleine" besuchten gestern Isselburger
Unternehmen.
ISSELBURG. "Es war informativ", zog Waltraud Welling, Erzieherin
im katholischen Kindergarten Sankt Bartholomäus nach dem Besuch
im Gartenbaubetrieb Bollwerk am Münsterdeich in Isselburg das Fazit,
dass die Kinder viel gelernt hätten. Mit zwölf älteren
Kindern, die im kommenden Jahr eingeschult werden, wurde der Betrieb
besucht. Juniorchef Jan Bollwerk übernahm Führung und Erläuterungen.
Der Besuch fand im Rahmen einer Nachwuchsinitiative der Landesverbände
Gartenbau Rheinland und Westfalen-Lippe statt. Der Verband will schon
den Kleinsten Infos zu den verschiedenen Berufsfeldern und dabei natürlich
auch zu den verschiedenen gärtnerischen Arbeitsfeldern geben. "Kindgerecht,
versteht sich, und immer unter dem Aspekt, dass der richtige Umgang
mit der Natur in jedem Fall ein großes Stück Zukunft und
Lebensqualität birgt", so der Landesverband. An dieser Aktionswoche
nimmt aus dem Isselburger Stadtgebiet neben dem Betrieb Bollwerk vom
Münsterdeich noch die an der Straße "In der Flora 2"
im Ortsteil Anholt ansässige Gärtnerei Thomas Michalzik teil.
Die Kinder des Kindergartens Sankt Bartholomäus wussten schon so
einiges, "betreiben" sie doch selbst einen kleinen Garten
neben dem benachbarten Alten- und Pflegeheim Sankt-Elisabeth-Haus. Aber
sie erfuhren auch viel Neues, und manches davon wird sicherlich in die
eigene Gartenarbeit einfließen. Der gestrige Besuch werde pädagogisch
nachgearbeitet, so Waltraud Welling. (pn)
Niklas will Blumendoktor werden
20.09.2004 / LOKALAUSGABE / WESEL
KINDER-GÄRTNEREI / ABC-Strolche aus Obrighoven schauten mal in
Arnd Lohmeiers Gewächshaus hinein.
WESEL. Waren es Tausend Millionen? Oder handelt es sich doch um eine
Trillion? Niklas und Max waren sich nicht mehr sicher. "Aber es
waren ganz, ganz viele Blumen, die wir gesehen haben", einigten
sich die ABC-Strolche und zeigten stolz ihre selbst gepflanzte Kresse.
Die zwei Kindergartenkinder schauten, was ein Gärtner so alles
macht und besuchten zusammen mit 17 anderen Kindern den Gartenbaubetrieb
Terlinden.
Die ganze Woche bekommt Arnd Lohmeier Besuch von Kindern, denn in Wesel
wie auch im gesamten Land sind die Tage der "Kinder-Gärtnerei".
"Damit soll schon Kindern der Beruf des Gärtners und die grüne
Branche etwas näher gebracht werden", erklärte der Inhaber
des Betriebs am Feldmarker Mühlenweg. Denn während es überall
an Ausbildungsplätzen mangelt, gibt es im Gartenbau fast jedes
Jahr unbesetzte Stellen.
Darüber machten sich die kleinen Gärtner gestern keine Sorgen.
Sie waren viel zu sehr mit Staunen beschäftigt. Hundertschaften
von Blumen im Gewächshaus, die ratternde Maschine zum Eintopfen,
der riesige neue Verkaufsraum, dessen Eröffnung am Samstag gefeiert
wird, die winzigen Samen und der bunte Dünger hatten es den Kleinen
angetan. Der Dünger war mal blau und mal grün. Denn "genauso
wie wir nicht immer Pommes wollen", erklärte Lohmeier, "wollen
Weihnachtssterne und Alpenveilchen auch nicht immer den gleichen Dünger
trinken".
Dann durfte der Nachwuchs selbst ran. Im Schulgewächshaus, das
eigentlich die Lehrlinge vom angrenzenden Berufskolleg nutzen, wurden
zuerst kleine Stiefmütterchen eingetopft, dann noch kleine braune
Samen gesäht. Was genau das war, wussten nicht alle Strolche. "Kresse
heißt das, ich glaub das kann man essen", erklärte einer,
und die fünfjährige Jule, die eigentlich Tierbiologin in Afrika
werden will, wusste, dass ihre Mama das gerne auf dem Butterbrot isst
- wenn die Pflänzchen denn nach acht Monaten aus der Erde kommen.
Acht Monate? "Nein, die Kresse könnt ihr vielleicht schon
morgen sehen", versprach der Gärtner.
Bevor es zurück in den Kindergarten nach Obrighoven ging, gab es
ein großes Dankeschön für Arnd Lohmeier ("Der ist
so lustig!"). Potenzieller Berufsnachwuchs kündigte sich am
Ende schon an: "Ich will auch Blumendoktor werden, dann hat man
immer ganz viele schöne Blumen zu Hause", sagte Niklas.
"Tage der Kinder-Gärtnerei" bei Fisseler
21.09.2004 / LOKALAUSGABE / HAGEN
Hagen. (jh) Es sind "Die Tage der Kinder-Gärtnerei".
Wer säht, bekommt etwas zu sehen. Das werden auch 23 Nachwuchsgärtner
aus dem ev. Kindergarten Grünstraße bald feststellen. "Onkel
Siggi" von der Gärtnerei Fisseler zeigte gestern, wie es geht.
Spielerisch sollen Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter etwas
über den Umgang mit Pflanzen lernen, erklärt Anette Fisseler
von Blumen Fisseler. Um 10 Uhr trabten die Kleinen händchenhaltend
an der Grünstraße an, um im Gewächshaus erst einmal
- beinah nichts zu sehen. 20 000 Töpfchen mit Einheitserde warteten
dort auf Stiefmütterchen. "Leider ist die Lieferung noch nicht
gekommen." Flott besorgte Anette Fisseler drei Exemplare auf dem
Großmarkt, damit die Kinder sich wenigstens in etwa vorstellen
konnten, was da im März so rauskommt aus der Einheitserde. Davor
steht natürlich das Sähen, Gießen, Hegen und Pflegen
- das Prinzip ist immer dasselbe, ob 20 000 Stiefmütterchen oder
eine kleine Erdbeerpflanze.(WR-Bilder: Schmettkamp)
Chefin Anette Fisseler verteilt die Erde zum Pflanzen mit vollen Händen.
Mit Eifer und höchster Konzentration waren die Kindergartenkinder
beim Pflanzen dabei.
"Kindergärtnerei-Tage": Olper Gärtnerei ist
dabei
14.09.2004 / LOKALAUSGABE / OLPE
Olpe. Die Gartenbaubetriebe in Nordrhein-Westfalen wollen Kindergarten-
und Grundschulkindern die "grüne Branche" näher
bringen. Deshalb finden vom 20. bis zum 25. September die "Tage
der Kindergärtnerei" statt. Mit dabei ist auch die Olper Gärtnerei
Hochstein.
Gärtnermeister Michael Hochstein hat zwei Kindergartengruppen und
Grundschulklassen eingeladen, eine "Unterrichtsstunde" in
seinem Betrieb zu verbringen. Eine Topfaktion und ein kleiner Sinnesparcour
zum Riechen, Schmecken und Fühlen sind ebenso geplant wie das Basteln
von Wandbildern und Kleingärten in Holzkisten sowie ein Malwettbewerb.
Schirmherrin der Aktion ist NRW-Ministerin Bärbel Höhn.
22.09.2004 / LOKALAUSGABE / WITTEN
Schüler durften graben und pflanzen schon
fast wie die Großen
Ganz wie richtige Gärtner pflanzten Schüler der Grundschule
Rüdinghausen gestern Blumen
bei den "Tagen der Kinder-Gärtnerei". Die Gärtnerei
Overhoff beteiligte sich an der
Initiative der Landesverbände Gartenbau Rheinland und Westfalen-Lippe.
Weil im
Gartenbau fast jedes Jahr Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben,
möchte die Initiative schon Kinder auf den Geschmack am Gärtnern
bringen, damit sie später einmal entsprechende Berufe ergreifen.
Der Blumenpavillon Ronsieck hat
Donnerstag Schüler der Pferdebachschule zu Gast.
Marler Zeitung/ 21. September
Was macht eigentlich ein Gärtner?
Was macht eigentlich ein Gärtner? Dieser Frage gingen gestern
zwanzig Kinder aus der Pestalozzischule nach. Sie durften in der Gärtnerei
Lauf einen Blick hinter die Kulissen werfen und vieles mehr.
Inhaber Josef Lauf nahm seine kleinen Gäste höchst persönlich
in Empfang. Er führte sie - unterstützt von Tochter Nora -
durch den Betrieb, erklärte den Kindern anschaulich die Funktion
eines Gewächshauses. Gestaunt haben die Mädchen und Jungen,
als sich das Gewächshaus-Dach automatisch öffnete und sich
dadurch die klimatischen Bedingungen in dem großen Raum schlagartig
änderten.
Viele andere - natürlich kindgerecht aufbereitete - Informationen
zum Thema "Grün" rundeten den spannenden Nachmittag ab.
Zwischenzeitlich durften die Kinder sogar selber Hand anlegen, Erde
in einen Topf füllen und eine Pflanze setzen - die sie dann noch
als kleines Präsent mit nach Hause nehmen durften. "Die Kinder
sollten einen Eindruck erhalten, womit sich Gärtner den ganzen
Tag beschäftigen", so Josef Lauf zum Hintergrund der Veranstaltung,
die im Rahmen der landesweit ausgeschriebenen "Tage der Kinder-Gärtnerei"
stattfand.
Der Landesverband Gartenbau hat sich Nachwuchswerbung auf die Fahnen
geschrieben. Denn viele Betriebe würden oftmals händeringend
nach Auszubildenden suchen. Fehlende Hintergrund-Information der Jugendlichen
seien ein Grund für ihre Zurückhaltung. Der Landesverband
versucht auf diese Art, Nachwuchswerbung zu betreiben. Und wer weiß,
vielleicht will eins der Pestalozzi-Kinder nun nicht mehr Feuerwehrmann,
sondern lieber Gärtner werden. -cp
Marler Zeitung
Gärtnerei freut sich auf neugierige Minis
In der nächsten Woche (20. bis 25. September) finden in ganz NRW
die Tage der "Kinder-Gärtnerei" statt. Auch Marl nimmt
die Gärtnerei Lauf, Langehegge 165, an der Aktion teil.
Geplant ist dort der Besuch einer Grundschul-Klasse und einer Kindergartengruppe,
die bei ihren Stippvisiten einen Einblick in die Welt der "Grünen
Branche" erhalten sollen. Dabei sollen den Kleinsten Informationen
zu den verschiedensten Berufsfeldern vermittelt werden - auf kindgerechte
Weise versteht sich und verbunden mit viel Spiel und Spaß.
Hintergrund: Fast in jedem Jahr hat der Gartenbau unbesetzten Stellen
zu vermelden. Mit derartigen Aktionen will man auf Nachwuchswerbung
gehen.
Kinder-Gärtnerei im KBBW
Kolping-Berufsbildungswerk Brakel: Gärtner - ein Beruf mit Zukunft
Um den interessanten Gärtner-Beruf auch schon den "ganz Kleinen"
näher zu bringen veranstaltete der Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe
e. V. eine Aktionswoche
"Tage der Kinder-Gärtnerei", Kindergartengruppen aus
umliegenden Kindergärten bekamen hier die Möglichkeit, Gartenbaubetriebe
der Region zu besuchen. Dort durften die Kinder dann z. T. selber topfen
und nahmen an einem landesweiten Malwettbewerb teil. Auch das Kolping-Berufsbildungswerk
Brakel hatte Besuch: Die Mädchen und Jungen staunten über
die vielen Pflanzen und waren begeistert bei der Sache: Blumen umtopfen,
Bilder malen - da leuchteten die Kinderaugen!
Von der Kultur einer empfindlichen exotischen Orchidee über die
Aufzucht eines pflanzfertigen Apfelbaumes, der Produktion eines knackig
gesunden Salates bis hin zur Planung und Gestaltung eines Hausgartens
mit einer Sitzecke, Pergola, Rasenanlage und Gartenteich reicht die
Palette der Tätigkeiten im Ausbildungsberuf "Gärtner/in".
Genauso vielseitig wie die Tätigkeiten sind die Anforderungen an
den Gärtner.
Neben dem, was man leichthin den "grünen Daumen" nennt,
also dem Verständnis beim Umgang mit der lebenden Pflanze und neben
Flexibilität ist auch technisches Verständnis gefragt. Sei
es, um die hochmodernen Klimasteuerungs-; Bewässerungs- und Düngerautomaten
im Produktionsgartenbau zu bedienen oder mit Spezialmaschinen und Geräten
im Garten- und Landschaftsbau oder in der Baumschule umgehen zu können.
In diesem zukunftsorientierten Beruf (man denke nur an die Anforderungen
in der künftigen Gestaltung unserer Umwelt) dauert die Ausbildung
drei Jahre und erfolgt im dualen System zusammen mit dem Unterricht
in der Berufsschule.
Die praktische Ausbildung erfolgt in sieben getrennten Fachrichtungen,
wobei die in unserer Region wichtigsten kurz vorgestellt seien.
Die zahlenmäßig größte und wohl auch bekannteste
Fachrichtung ist der Blumen- und Zierpflanzenbau, also die Produktion
und der Absatz von Topf- und Schnittblumen. Auch im Kolping-Berufsbildungswerk
eröffnet sich lernbehinderten jungen Menschen die Möglichkeit,
eine 3-jährige Ausbildung als Gärtner/in Zierpflanzenbau abzuschließen.
Umgang mit Pflanzen und Umgang mit Menschen sind bei diesem Beruf sehr
wichtig.
Wer die Außenanlage seines neu erstellten Eigenheims in ein Gartenparadies
verwandeln möchte, ist auf das Fachwissen bei der Planung und Anlage
durch den Garten- und Landschaftsgärtner angewiesen. Und die darin
verwandten Laubgehölze, Koniferen und Obstgehölze werden von
einem Baumschulgärtner produziert. Was wären Gärten,
Parks, Grünanlagen und Friedhöfe ohne Stauden, die von spezialisierten
Staudengärtnereien erzeugt werden?
Für die Versorgung unserer Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem
Obst und Gemüse sorgen die Gärtner der Fachrichtung Gemüsebau
und Obstbau. Je nach persönlichem Interesse ist also die Auswahl
aus einer sehr breiten Palette von interessanten Tätigkeiten möglich.
Ein hoher Anteil von weiblichen Auszubildenden in Gartenbau zeigt, dass
der Beruf für Interessenten beiderlei Geschlechts gleich gut geeignet
ist.
Die Kinder der Klasse 1a und 1b wurden von Gärtnermeister Josef
Brambrink eingeladen Tontöpfe zu bemalen und mit Mimosen zu bepflanzen.
Dieser Tag der "Kinder-Gärtnerei" fanden im Rahmen der
Nachwuchsinitiative der Landesverbände Gartenbau Rheinland und
Westfalen-Lippe statt. Unsere Kinder waren fasziniert von den Mimosen
die sie geschenkt bekamen.
(Nordstadt-Schule-Internetauftritt)
Spaß in Gärtnerei und Nachdenken an Kindergräbern
23.09.2004 / LOKALAUSGABE / ISERLOHN
Iserlohn. (lewi) "Der war so alt wie ich", meinte ein Grundschüler
nachdenklich beim Blick auf ein Grab und sein Klassenkamerad zeigte
auf ein anderes: "Guck
mal, da ist sogar ein Bild dabei." Das Betrachten der liebevoll
geschmückten Kindergräber auf dem Hauptfriedhof gehörte
zu den nachhaltigsten Eindrücken für viele junge Teilnehmer
beim gestrigen "Tag der Kindergärtnerei".
IKZ/Iserlohn
Rund 170 Mädchen und Jungen aus mehreren Iserlohner Kindergärten
und Schulen besuchten gestern die Friedhofsgärtnerei Asbeck und
beschäftigten sich recht unbefangen mit dem Thema Gärtnerei
und Friedhof. Zunächst wurde das Gewächshaus besichtigt. Dort
zeigten Martin Asbeck und sein Team verschiedene Pflanzen und Handwerkszeug.
Beim Rundgang über den Friedhof erfuhren die Kinder beispielsweise,
dass man an den
Grabsteinen viel Wissenswertes über die Verstorbenen ablesen kann.
Besonders beschäftigte die jungen Besucher die Stelle mit den Kindergräbern.
Zurück unter dem
schützenden Dach der Gärtnerei musste Pfarrer Jürgen
Löprich von der Versöhnungsgemeinde viele Fragen beantworten
wie "Was sind Urnengräber?", "Warum gibt es einen
Totensonntag?" oder "Warum werden Lichter auf den Gräbern
aufgestellt?". Jedes Kind konnte eine Grabkerze an einem Gesteck
abstellen, das an
den Terrorakt in Beslan erinnerte. Mit geschenkten Samentüten und
Malheften machten sich die kleinen Besucher auf den Heimweg. In einem
Malwettbewerb können sie sich noch weiter mit dem Thema beschäftigen.
Die drei schönsten Bilder werden mit einem Blumengutschein zum
Ausschmücken des Gruppen- oder Klassenraums honoriert.
Auf dem Weg zum grünen Daumen
70 Betriebe werben für Natur und Beruf
"In der Kinder-Gärtnerei gibt`s so manche Pflanzerei"
- die Liedermacher "Rolf und seine Freunde" hätten Spaß
an dem, was diese Woche in über 70 Gartenbaubetrieben in Westfalen-Lippe
los ist. Über 13.000 Kinder wuseln in Beeten, bepflanzen Töpfe
und setzen Samen. Möglich machen das die "Tage der Kinder-Gärtnerei"
in über 50 Städten (noch bis einschließlich morgen),
organisiert vom Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe.
Rund 140 Kindergarten- und Grundschulkinder nahmen gestern den Bochumer
Blumenhof Herker ein. Eines von ihnen ist Max. Der fünfjährige
Blondschopf steht vor einem leeren Tontopf und wartet auf Anweisungen,
die ihm die Leute mit den grünen Schürzen geben. "So,
ich pflanze jetzt die Blume ein", sagt er mit einem frechen Blick
und greift nach einer zarten Buntnessel. Sie soll in die Mitte des Topfes.
Max: "Ich weiß aber gar nicht, wo die Mitte ist." Mit
ein wenig Hilfe der Erzieherin klappt`s. Max hüpft ein Beet weiter
und setzt Basilikum-Samen mit Erde in einen neuen Topf.
"Wir möchten die Kinder an die Natur heranführen, sie
sollen die Pflanzen mit allen Sinnen wahrnehmen und begreifen, wie wichtig
die Umwelt ist", erklärt Jürgen Winkelmann, Geschäftsführer
des Landesverbandes Gartenbau Westfalen-Lippe. Zweites Ziel ist die
Werbung für den Gärtnerberuf. Gartenbau-Präsident Heinz
Herker: "Untersuchungen belegen, dass Erlebnisse wie diese prägenden
Charakter auf die Berufswahl haben."
Max und die anderen Kinder werden ab jetzt täglich an ihren Besuch
auf dem Blumenhof erinnert: sie dürfen die selbst bepflanzten Töpfe
mit nach Hause nehmen. In einigen Wochen wird die prächtigste Pflanze
auf Landesebene prämiert.
Ob Max mal Gärtner wird, weiß er noch nicht. Sicher ist aber,
dass er seit gestern einen kleinen grünen Daumen hat. Und zwar
nicht nur wegen der Pflanzenspuren unterm Fingernagel
Ruhr-Nachrichten "Hier und Heute/Westfalen" vom 26. September
2003
Tana und das Natur-Erlebnis
Schauspielerin sah kleinen Nachwuchs-Gärtnern beim Pflanzen und
Säen zu
Alina streckt beide Arme aus und gräbt in der Erde. "Mit Dreck
spielen macht Spaß", sagt sie. Und diesmal schimpft gar keiner.
Die Fünfjährige darf sich offiziell schmutzig machen.
Mit ihren Freundinnen und Freunden aus dem evangelischen Emmaus-Kindergarten
an der Karl-Friedrich-Straße verbrachte sie gestern ein paar Stunden
in der "Kinder-Gärtnerei" auf dem Blumenhof Herker. "Ich
finde es wichtig, dass die Kinder mit der Natur in Berührung kommen
und sie auch mit der Schöpfung in Verbindung bringen können."
Kindergarten-Leiterin Heike Kißler ist begeistert von dem Projekt,
das der Landesverband Gartenbau West-falen-Lippe in dieser Woche in
über 70 Gartenbaubetrieben veranstaltet. Sie erklärt ihren
kleinen Schützlingen, dass für Pflanzen Wasser und Erde genauso
wichtig sind, wie Essen und Trinken für die Menschen.
Heinz Herker hat seinen Hof gerne zur Verfügung gestellt, um den
Kindern einen Einblick in den Gärtnerberuf zu vermitteln. Besonders
stolz ist er auch, als eine Bochumer Bekannte um die Ecke schaut: die
Schauspielerin Tana Schanzara gibt sich die Ehre und findet "das
Ganze hier fabelhaft". Die Verbindung zwischen ihr und der Kinder-Gärtnerei
ist nicht sofort eindeu-tig klar: "Ich habe weder Kinder noch viele
Pflanzen, weil ich doch immer so viel unterwegs bin". Dennoch hat
sie gerne zugesagt, um für das Natur-Erlebnis zu werben: "Die
Kinder ha-ben so den ersten Kontakt mit der Natur. Erst kommen die Pflanzen,
dann kommen die Tiere, das ist doch toll."
Alinas Freundin Celina (5) nimmt eine blaue Wasserspritze und nässt
die zarte Pflanze, die vor ihr steht. "Wir müssen die jetzt
an jedem zweiten Tag gießen", weiß sie. Vielleicht
wird in ein paar Jahren aus Celina eine gute Gärtnerin. Bis sie
sich für einen Beruf entscheiden muss, kann sie aber noch viel
gießen und ausprobieren.
Ruhr-Nachrichten Bochum vom 26. 9. 2003
Collagen aus Pflanzen
Ruhr Nachrichten (Olfen)
Erde, Wasser und ein bisschen Liebe
Vinnum - Die Natur erleben und Pflanzen mit allen Sinnen wahrnehmen,
dazu hatte gestern die Baumschule Schomberg alle Jungen und Mädchen
der Olfener Kindergärten eingeladen. Großen Spaß machte
ihnen das Basteln von Blumenbildern. Auf einem mit Kleister bestrichenen
Bogen Papier stellten sie farbige Collagen her.Kastanien, Rinde, kleine
Äpfel oder Sanddorn ordneten sie mit viel Phantasie auf dem großen
Bogen an. Nicht weniger Vergnügen hatten sie an dem Aussäen
von Pflanzensamen und beim Malwettbewerb. Monika Schomberg und ihre
Mitarbeiter luden die Kinder aber auch ein, Pflanzen und Bäume
zu beobachten, und erklärten ihnen, wie sie bestimmt werden.Die
Jungen und Mädchen lernten auf kindgerechte Weise, wie man im Garten
auf Unkraut- und Schädlingsvernichtungsmittel bei der Pflege des
heimischen Gartens verzichten kann.Monika Schomberg brachte zudem den
Kindern das Berufsbild des Gärtners näher und erklärte
ihnen zum Beispiel, dass es verschiedene Sparten gibt.Der Kindergarten
St. Marien verkaufte Kaffee, Kuchen und Waffeln. Der Erlös geht
an den Kindergarten.Der Tag der Kindergärtnerei ist eine Aktion,
die der Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe gestern im gesamten
Verbandsgebiet durchführte. HKa
Tageblatt für den Kreis Steinfurt (Ochtrup) Samstag, 27. September
Kinder-Gärtnerei kam an
-rö- Ochtrup. Was macht der Gärtner? Wie wird man Florist?
Oder ganz anders: Wie macht man, dass Pflanzen schön wachsen? Diese
und andere Fragen beantworteten gestern Mitarbeiter der Gärtnerei
Böking im Rahmen des Tags der offenen Gärtnerei. Dazu hatte
die Gärtnerei Schulklassen und Kindergärten eingeladen.Chefin
Annemarie Böking persönlich führte die Kinder durch die
Gewächshäuser und zeigte, dass man Pflanzen aus Samen oder
aus Stecklingen ziehen kann und, was Pflanzen zum Wachsen brauchen:
Luft, Erde, Wasser, Sonne und Dünger.An einem Tisch durften die
Kinder unter Anleitung Stiefmütterchen in Blumentöpfe einsetzen,
die mit Namensschildchen versehen wurden. In sechs Wochen werden die
Lehrerinnen und Erzieherinnen die schönsten Exemplare heraussuchen,
wofür die Kinder kleine Preise bekommen.Selbst Hand anlegen durften
die Kleinen bei der Bewässerungsbrause, dabei staunten sie über
den großen Druck des Wassers und einen hübschen Regenbogen.
Weiter gings zur Topfmaschine: Wegen der Riesenmengen an Blumen werden
Blumentöpfe nicht mehr per Hand, sondern mit einer Maschine mit
Erde gefüllt.Annemarie Böking erklärte, welche Voraussetzungen
ein guter Gärtner mitbringen muss: Er soll gut rechnen können,
um das Mengenverhältnis zwischen Pflanzen, Erde und Dünger
zu ermitteln, er sollte sprachbegabt sein, um die botanischen Namen
lernen zu können, und ein gutes Verständnis von Chemie und
Physik haben. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Man muss mit der Vorstellung
aufräumen, dass einer, der sonst nichts lernen kann, immer noch
in die Gärtnerei gesteckt werden könnte. Der Beruf des Gärtners
ist anspruchsvoll geworden, und der Bedarf an qualifizierten Kräften
ist gestiegen, so Böking.Daher versuche der Landesverband Gartenbau
mit Aktionstagen wie diesen schon bei Kindern das Interesse am Gartenbau
zu wecken.Tag der offenen Gärtnerei ist auch am heutigen Samstag
zwischen 9 und 16 Uhr
Emsdettener Volkszeitung (Emsdetten)
Wunderwelt des Gartens
Emsdetten - Viele Fragen neugieriger Kinder musste Gärtnermeister
Josef Berkemeyer diese Woche immer wieder beantworten. Doch das tat
er gerne. Denn schließlich hatte er die Grundschüler in seinen
Gartenbaubetrieb "Creatives Grün" eingeladen. Josef Berkemeyer
beteiligt sich an den Aktionstagen "Kinder-Gärtnerei",
den der Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe in dieser Woche ausrichtet.
"Wir wollen Kinder neugierig machen auf den Beruf des Gärtners",
erläutert Josef Berkemeyer. Und dazu gehört es natürlich
auch, die vielen Fragen zu beantworten, die sich immer wieder bei der
Besichtigung des Gartenbaubetriebes an der Kolpingstraße ergeben.
"Wir haben Nachwuchssorgen", verrät Josef Berkemeyer.
Obwohl viele Jugendliche noch eine Lehrstelle suchen, sei es gar nicht
so einfach, qualifiziertes Personal zu finden. Bis zur Berufswahl haben
seine Gäste aus der Grundschule zwar noch viel Zeit. Doch konnten
die Jungen und Mädchen schon einmal ausprobieren, ob ihnen das
Gärtnern liegt. Die Kinder durften junge Tagetes pekieren und den
Blumentopf auch mit nach Hause nehmen. Vielleicht wächst bei den
Kindern der Berufswunsch Gärtner ja mit der jungen Pflanze. Für
Josef Berkemeyer ist die "Kinder-Gärtnerei" jedenfalls
ein großer Erfolg. Bei der unerwartet großen Resonanz will
er sich auch im nächsten Jahr wieder daran beteiligen.mb
Dattelner Morgenpost (Datteln) Donnerstag, 25. September
Lauter grüne Daumen
Einen Einblick in den Beruf des Gärtners und damit auch in die
Wunderwelt des Gartens konnte gestern die Klasse 3 c der Lohschule in
der Gärtnerei Hötting an der Amandusstraße gewinnen.Von
Martin PyplatzDie Jungen und Mädchen folgten mit ihrem Klassenlehrer
Olaf Gutschank einer Einladung, die von dem Gartenbau- und Floristikbetrieb
im Rahmen der "Tage der Kinder-Gärtnerei" ausgesprochen
wurde, die landesweit auf Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
in 60 verschiedenen Städten und Gemeinden angeboten werden. Elke
Hötting, Inhaberin der Gärtnerei, hat dazu für Schul-
und Kindergartenkinder aus der Nachbarschaft in einem Gewächshaus
einen Sinnesgarten zusammengestellt. Dort können die Kinder beispielsweise
den unterschiedlichen Geruch von Thymian, Dill, Lavendel oder Rosmarin
erfahren, aber auch Esskastanien, Kürbiskerne, Schnittlauch oder
Mais "schmecken". Und an einem "Fühltisch"
können sie verschiedene Sorten Erde, Moos, Rindenmulch, aber auch
die pieksenden Ess-Kastanien ertasten. Erklärt werden ihnen auch
verschiedene Pflanzenformen und Pflanzenteile. Außerdem können
sich die Kinder unter Anleitung einen eigenen Kräutertopf mit Zitronenbasilikum
fertig machen. Am kommenden Samstag lädt die Gärtnerei Hötting
zum Abschluss der Aktionswoche alle Kinder, die mitmachen möchten,
in den Sinnesgarten ein.Tage der Kinder-Gärtnerei: öffentliche
Abschlussveranstaltung-Samstag, 27. 9. , 8.30 bis 14 Uhr-Gärtnerei
Hötting, Amandusstr.
Billerbecker Anzeiger
-ct- Billerbeck. Boah! Den Viertklässlern der Ludgeri-Grundschule
fällt die Kinnlade herunter, als sie im Gewächshaus das Meer
von Primeln sehen. In unzähligen Töpfen stehen winzige, grüne
Blättchen, die bis Januar/Feburar zu bunten und duftenden Frühlingsboten
herangewachsen sein sollen. Mit diesen Eindrücken im Kopf machen
sich die Schüler anschließend selbst an die Arbeit, säen
und topfen, holen sich erdschwarze Finger und stellen ihre grünen
Daumen unter Beweis. In eine Kinder-Gärtnerei, so auch der Titel
der landesweiten Aktion des Landesverbandes Gartenbau Wesfalen-Lippe,
verwandelt sich gestern die Gärtnerei Becks.
WAZ 26.09.2003 / LOKALAUSGABE / BOCHUM
Viel Lärm um einen kleinen Blumentop
Blumen Herker führt Kinder in die Welt derGärtnerei - Aktionswoche
lockt 140 Kinder
"Na, was brauchen die Pflanzen denn zumWachsen", fragt Monika
Gerhardt, Gärtnerin vomBlumenhof Herker. "Wasser", schreien
etwa 30fünfjährige Kinder laut. Die Aktionswoche "Tage
der Kinder-Gärtnerei, soll das Interesse am Beruf desGärtners
wecken. Auf dem Blumenhof ist es wohl so lebhaft wienoch nie. Etwa 140
Kinder bepflanzen unterAnleitung von Gärtnerin Monika Gerhardt
ihrenersten Blumentopf. Mit großen Augen lauschendie Knirpse ihren
Anweisungen. DieAktionswoche, die noch bis zum 27. Septembergeht, stößt
auf große Resonanz. "DieKapazitäten sind in allen Betriebenausgeschöpft",
freut sich Gaby Wiefel vomLandesverband Gartenbau, "Westfalen-Lippe"e.V.
Umwelterziehung im Kindergarten- undGrundschulalter lege den Grundstein
für einenverantwortungsbewussten Umgang mit der Natur.Auch Kindergartenleiterin
Heike Kißler vomEmmaus Kindergarten in Weitmar ist begeistert."Uns
ist es vor allem wichtig, dass die Kindermit der Natur in Verbindung
kommen." js
WDR 5 Radio
Tage der "Kindergärtnerei"
Wenn ihr zu Hause einen Garten habt, dann wisst ihr wahrscheinlich,
dass der nicht nur toll zum Spielen ist, sondern auch ziemlich viel
Arbeit macht: Gießen, Zweige abschneiden, Rasen mähen. Vielleicht
murren eure Eltern auch manchmal, dass sie gerne einen Gärtner
hätten. In dieser Woche können Kinder mal richtigen Gärtnern
bei der Arbeit zuschauen und auch selbst viel machen. In fast 60 Städten
in Nordrhein-Westfalen starten heute die "Tage der Kindergärtnerei".
Ulrike Modrow weiß mehr darüber: Wie pflanze ich einen Baum
und wie lege ich ein Blumenbeet richtig an?! Woran erkenne ich, ob eine
Pflanze gesund ist und was kann ich gegen Blattläuse und andere
Schädlinge unternehmen? Das und noch mehr können Kinder lernen,
die bei der Aktionswoche in den Gartenbaubetrieben mitmachen. Zunächst
erklären die Gärtner , was in ihrem Alltag so passiert - und
dabei zeigt sich, dass zum Säen, Pflanzen, Gießen und Düngen
heutzutage ganz schön viel Technik dazugehört. In großen
Gärtnereien geht der Gärtner nämlich nicht mehr mit der
Gießkanne herum, das machen computergesteuerte Bewässerungssysteme.
Und auch das Umtopfen von Pflanzen geht oft nicht mehr per Hand sondern
automatisch per Roboter. Nach dem Gucken und Staunen ist Ausprobieren
und Selbermachen angesagt - so können Kinder ein Beet in einer
Kiste anlegen oder eine Blume in einen Topf pflanzen, der hinterher
natürlich mit nach Hause genommen werden darf. Ziel der Aktion
ist übrigens nicht nur, dass alle Kinder viel über Pflanzen
und Natur erfahren - die Gärtner im Land brauchen ganz dringend
Nachwuchs. Sie hoffen, dass vielleicht ein Kind, das gerade noch Feuerwehrmann
oder Pilot werden wollte, es sich anders überlegt und später
mal ein Kollege von ihnen wird.
Surftipp
Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe e.V.Hier findet ihr mehr über
die "Tage der Kindergärtnerei". Unter der Rubrik "Veranstaltungen"
sind alle teilnehmenden Gartenbaubetriebe mit Telefonnummern aufgelistet.
www.gaertner-in-nrw.de
WAZ
Aktionswoche will Kindern die Natur erklären
Riechen, schmecken, fühlen und sehen - mit allen Sinnen soll der
Nachwuchs noch bis Freitag Natur hautnah erleben: Im Rahmen der "Tage
der Kinder-Gärtnerei" erwarten 120 Gartenbaubetriebe in ganz
NRW rund 30 000 Kindergarten - und Grundschulkinder.
In der Selbecker Gärtnerei Rumbaum wurde die Aktionswoche gestern
von NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn eröffnet. Sie betonte,
wie wichtig es gerade für kleine Großstadtmenschen sei, an
die Natur herangeführt zu werden. "Viele Kinder waren noch
nie in ihrem Leben im Wald und denken wirklich, dass Spinat quadratisch
und tiefgefroren ist, und Kühe lila sind", zeichnete Höhn
ein dramatisches Bild. Vor allem nach PISA sei es deshalb wichtig, Kindern
Blumen, Bäume und Co. nicht übers Fernsehen zu präsentieren,
sondern (be)greifbar zu machen. Dazu müsse die heimatliche Umgebung
zum Lernort werden.
Die Landesverbände Gartenbau Rheinland und Westfalen-Lippe - sie
richten die "Tage der Kinder-Gärtnerei" aus - wollen
mit ihrer Initiative freilich nicht nur ein pädagogisches Ziel
erreichen. Sie möchten auch um Nachwuchs werben und die schönen
Seiten des Gärtnerberufs ansprechend darstellen. Zu diesem Zweck
öffnen in den nächsten Tagen NRW-weit zahlreiche Betriebe
ihre Pforten. Sie erwarten tausende neugieriger Kinder, mit denen es
- wie zum Beispiel gestern im Mülheimer Betrieb Rumbaum - ans Kürbis-Schnitzen
oder Blumen-Pflanzen geht.
En passant sollen so junge Leute schon früh für die "Grünen
Berufe" begeistert werden: Der Gartenbau hat sieben Fachsparten
mit verschiedenen Aufgabenbereichen, Ausbildungsgängen und Schwerpunkten,
die auch für manchen noch unentschlossenen Schulabgänger interessant
sein dürften. tha
OWL
Grüner Daumen, alles Zauberei?
"Ich bin mit vier Geschwistern aufgewachsen", schmunzelt Friederike
Storbeck, "deshalb sind Kinder bei uns immer gern gesehen und nie
ein Problem!" Die Bielefelder Gärtnerei Otto Storbeck gehört
zu der Vielzahl von Gartenbaubetrieben in Nordrhein-Westfalen, welche
vom 20. bis 25. September die "Tage der Kinder-Gärtnerei 2004"
ausrichten.
Veranstalter in der Region ist der Landesverband Gartenbau "Westfalen-Lippe".
Das Ziel ist es , auf kindgerechte und spielerische Weise einen Einblick
in die Arbeitswelt der verschiedensten Gartenbaubetriebe zu gewähren,
ferner eine positive Resonanz bei den kleinen "Kunden" zu
erzielen und schließlich schon mal das Interesse bei den Kleinen
zu wecken, sich womöglich später einmal für einen gärtnerischen
Beruf zu entscheiden. Genauso wird das auch bei Storbeck gesehen.
Kindgerecht gärtnern, geht das überhaupt? Im Prinzip ja, würde
Radio Eriwan antworten, wenn es gefragt würde. Der Landesverband
Gartenbau "Westfalen-Lippe" fühlt sich in dieser Hinsicht
immer angesprochen: bereits im vergangenen Jahr wurde eine "Kinder-Gärtnerei"
mit großem Erfolg durchgeführt. 14 000 Kinder pflanzten,
topften ein, erlebten mit allen Sinnen den kindgerechten grünen
Alltag bei Einzelhandelsgärtnern, Produktionsbetrieben, Baumschulen,
Friedhofsgärtnern, Garten-und Landschaftsbaubetrieben, Gemüsebauern
und Staudengärtnern.
Von den begleitenden Eltern, Erziehern und Lehrern wurde das Projekt
als rundum gelungen eingestuft. Auch in Düsseldorf finden die "Tage
der Kindergärtnerei" viel Anklang: Wie im vergangenen Jahr
wird Ministerin Bärbel Höhn (Grüne) die Schirmherrschaft
übernehmen.
Bei Storbeck in Bielefeld sind in den ersten fünf Tagen der kommenden
Woche von 9 bis 13 Uhr sowohl Kindergärten als auch Grundschulen
fest "gebucht". Der Samstag, 25. September, ist für die
Kinder der Kunden vorgesehen. Was im übrigen auch für die
Nachmittage von Montag bis Freitag 14 bis 18 Uhr, sowie Samstag von
11 bis 14 Uhr gilt.
Am 20. September lassen sich die Erzieher und Kinder der "Pusteblume"
bei Storbeck einen grünen Daumen zaubern. Am 21. September ist
der Kindergarten Am Wellbach im Haus. Die Grundschule Hoberge - Uerentrup
kommt am 22.September zum Gärtnern. Die Kinderburg aus Stieghorst
pflanzt am Donnerstag um die Wette. Und Freitag macht das Haus Sonnenblume
aus Schildesche seinem Namen alle Ehre.
An den "Tagen der Kindergärtnerei 2004" haben sich nach
den Daten des Landesverbandes Gartenbau folgende weitere Betriebe beteiligt:
Gemüsebaubetrieb Bernd Wortmann, Herford, und Baumschule Westerhellweg
in Gütersloh.
Das wird eine dufte Woche!
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